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Pulverbeschichtung im maritimen Langzeitversuch – Teil 2

Slippen des Bootes am 14.04.2012
Slippen des Bootes am 14.04.2012  
Abschürfung Pulverlack oberhalb der Wasserkante
Abschürfung Pulverlack oberhalb der Wasserkante  
Abplatzung von Pulverlack
Abplatzung von Pulverlack  
Verschmutzung und Pulverlackabplatzung unter-halb der Wasserkante
Verschmutzung und Pulverlackabplatzung unter-halb der Wasserkante  
Bootsschraube bei Begutachtung am 14.04.2012
Bootsschraube bei Begutachtung am 14.04.2012  
Beschädigungen der Bootsschraube im Detail
Beschädigungen der Bootsschraube im Detail  

Bewertung nach knapp 2 Jahren:

Am 16.07.2010 berichteten wir an dieser Stelle über den Beginn einer „hausinternen Langzeitstudie“, die ENVIRAL® über die Tauglichkeit von Pulverbeschichtungen für den „Wassereinsatz“ unter Praxisbedingungen durchführt. Zur Erinnerung seien noch einmal die Eckdaten der Beschichtungsverfahren aufgeführt: ein Bootsrumpf aus Stahl, 5,66m lang und 1,73m breit, wurde zunächst mittels Strahlen von alten Lackschichten befreit. Anschließend wurde der Bootskörper komplett mit einer Pulverlack-Grundierung auf Epoxidharz-Basis verschiedener Qualitäten versehen. Diese Grundierung wurde in einem zweiten Schritt mit einer Deckbeschichtung im Farbton RAL 6005 bzw. ca. RAL 9006 beschichtet. Partiell wurde abschließend eine dritte Pulverlackschicht aus Klarlack auftragen.

Seit Juni 2010 war das von ENVIRAL® für die Bootsabteilung der Wasserfreunde Spandau 04 aufgearbeitete Boot im Dauereinsatz, d.h. es hat seit fast 2 Jahren das Wasser nie verlassen. Es wurde in dieser Zeit primär als sog. Reparaturboot eingesetzt, um beispielsweise Steganlagen instand zu setzen. Im April 2012 wurde das Boot nun erstmals aufs Trockene gebracht und einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass der Bootsrumpf oberhalb der Wasserkante mehrere mechanische Beschädigungen aufweist, die durch kleinere Kollisionen mit Steganlagen oder anderen Booten entstanden. Diese Beschädigungen äußern sich darin, dass die Pulverbeschichtung an manchen dieser Kollisionsstellen nur oberflächlich, d.h. der Decklack bis auf die Grundierung, abgeschliffen wurde. Es ist jedoch auch das Fehlen der kompletten Beschichtung zu beobachten, was auf eine höhere Gewalteinwirkung hindeutet. Die Pulverlackschichten sind in diesen Bereichen bis auf den Stahl des Bootskörpers abgeplatzt, was zu Rostansatz an den entsprechenden Stellen führte. An keinem der beschädigten Bereiche jedoch löst sich die Beschichtung weiter ab, d.h. eine sog. Unterwanderung der Pulverbeschichtung durch das umgebende Wasser ist nicht zu verzeichnen. Dabei macht es keinen Unterschied, in welchem der 3 Beschichtungsverfahren das Boot an der beschädigten Stelle bearbeitet wurde.


Unterhalb der Wasserkante läßt sich eine stärkere Verschmutzung durch Schlamm und Muscheln beobachten. – Der Unterboden unterscheidet sich damit hinsichtlich der Verschmutzungen generell nicht von anderen Booten, die mit hochwertigen Anti-Fouling-Anstrichen versehen sind. Die Boote mit Anti-Fouling-Anstrichen lassen i.d.R. einen solchen Verschmutzungsgrad bereits nach einer Saison (6 Monaten) bei geringer Bootsnutzung erkennen. – Die Verschmutzungen ließen sich jedoch mit einem feuchten Tuch relativ leicht abreinigen: der Schlamm löste sich problemlos; der Muschelbefall bedurfte einer intensiveren Behandlung, ließ sich aber ebenfalls ablösen.

Im Jahr 2010 wurde neben dem o.g. Bootskörper für ein weiteres Boot der Wasserfreunde Spandau 04 auch eine Bootsschraube aufgearbeitet und mit Pulverlack beschichtet. Diese Bootsschraube wurde ebenfalls begutachtet, nachdem das Boot sich ca. 6 Monate im Wasser befand. Die beschichtete Oberfläche weißt, ähnlich wie der Bootskörper, ausschließlich mechanische Beschädigungen auf. Die oberflächlichen Kratzspuren sowie die Pulverlackabplatzungen an den Kanten der Schraubenblätter sind Folgen von Berührungen mit sandigem Wassergrund. Wie beim Bootskörper sind auch an den beschädigten Bereichen der Bootsschraube keine Unterwanderungen der Beschichtung erkennbar. Die Verschmutzungen ließen sich leicht reinigen.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass auch nach 2 Jahren permanentem Wasserkontakt keine spezifischen Beschädigungen der Pulverbeschichtung auf Grund der Einwirkungen des Wassers erkennbar sind. Alle verzeichneten Schäden haben ihre Ursache in mechanischen Belastungen.


Kategorie: Leistungen
22.04.2012






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