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Pulverbeschichtung für ein technisches Denkmal

Abb. 1: Die beiden stählernen Schaufelblätter im Rohzustand; Foto: 1-6: ENVIRAL®  
Abb. 2: Schaufelblatt nach dem Strahlen  
  
Abb. 3+4: Schaufelblätter grundiert und endbeschichtet  
  
Abb. 5+6: Schaufelblätter montiert  
Abb. 7: Raddampfer "Diesbar" bei der Dampferparade am 1.Mai 2015; Foto: Enrico Fehse  

Die ENVIRAL® Oberflächenveredelung GmbH aus dem brandenburgischen Niemegk ist seit Langem für qualitativ hochwertige und langlebige Pulverbeschichtungen bekannt. Das Unternehmen hat sich aber auch auf Grund seiner Offenheit gegenüber neuen und insbesondere technisch interessanten Herausforderungen einen Namen gemacht. So bietet der mittelständische Betrieb neben Pulverbeschichtungen für extrem große und schwere Bauteile mit bis zu 17,5 m Länge und 3.000 kg Stückgewicht auch Beschichtungslösungen für den schweren Korrosionsschutz (bis C5 lang) von Bau-teilen aus Stahl.

 

Jüngst nahm sich ENVIRAL® nun erneut eines Themas an, das in der Praxis der Pulverbeschichtung noch immer als heikel angesehen wird. Gemeint ist die Pulverbeschichtung von Bauteilen, die unmittelbar und dauerhaft in Kontakt mit Wasser kommen. Bislang gelten diese Teile als „nicht pulverbeschichtbar“, da der Pulverlack – mikroskopisch betrachtet – über winzige Poren in seiner Oberfläche Feuchtigkeit und die darin enthaltenen Chloride aufnehmen und da-mit das Korrosionsverhalten beeinflussen kann. In der Vergangenheit hatte ENVIRAL® bereits erfolgreich „wasserberührte“ Bauteile wie z.B. Steganlagen, Pontonboote, Maste und anderes maritimes Zubehör für verschiedene Projekte hochwertig pulverbeschichtet. Erste Versuche an Bauteilen, die in unmittelbaren Wasserkontakt stehen, wurden ebenfalls unternommen und stimmten positiv. Vor diesem Hintergrund wurden vor Kurzem zwei Schaufelblätter aus Stahl bearbeitet: zunächst wurde die Oberfläche der Bauteile mittels Strahlen vorbehandelt und anschließend mit einer Pulverlack-Grundierung auf Epoxidharz-Basis sowie einer Deckbeschichtung im Farbton RAL 3020 versehen. Zur Montage an ihrem Einsatzort, den Schaufelrädern des historischen Raddampfers "Diesbar" der Sächsischen Dampfschifffahrtgesellschaft, mussten die Schaufelblätter zunächst nachträglich mit Bohrungen versehen werden, was eine zusätzliche Herausforderung für den Korrosionsschutz darstellt. Je ein Schaufelblatt wurde an einem der beiden Schaufelräder montiert. Da sie zueinander um 180° versetzt angeordnet sind, befindet sich bei Ruhezustand der Schaufelräder eines der Schaufelblätter immer im Wasser, das andere immer in der Luft. Damit kann der Einfluss des Wasserkontaktes auf die pulverbeschichtete Oberfläche gut überprüft werden. Dies wird in gut zwei Jahren der Fall sein, wenn der Raddampfer erneut zu Wartungsarbeiten an Land genommen wird.

 

Der Raddampfer "Diesbar" wurde 1884 gebaut und unternahm zu-nächst als "Pillnitz" seine Jungfernfahrt, bevor er 1927 seinen heutigen Namen erhielt. Nach einer sehr wechselvollen Geschichte mit Einsatz als Elb-Fährschiff, vielen Umbauten und Reparaturen, Stilllegung, umfassender Rekonstruktion und Wiederinbetriebnahme ist die "Diesbar" heute der einzige, mit Kohle befeuerte Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Die Dampfmaschine der "Diesbar" stammt aus dem Jahr 1841 und gilt damit als die weltweit älteste im Einsatz befindliche Raddampfmaschine der Welt. Im Jahr 2008 wurde sie als "technisches Denkmal von internationaler Bedeutung" ausgezeichnet.

 


Kategorie: Leistungen
12.05.2015

ENVIRAL ® Oberflächenveredelung GmbH – D-14823 Niemegk, Altdorfer Weg 6 – Telefon +49 (0)33843 642-0 – Telefax +49 (0)33843 642-24 – 0800 368 47 25