Deutschland
DEUKPL



Firmenprofil
Förderprojekte
News
Leistungsnews
Projekte
ENVIRAL Österreich
Archiv
Leistungen
Qualität
SmartCorr
Umwelt
Architektenservice
Referenzen
Download
Anfrage
Kontakt

News > Archiv > Artikelansicht >  Aktuelle Seite drucken Aktuelle Seite als Link mailen

Pulverbeschichtung – Korrosionsschutz für Bauteile aus Stahl

Korrosionsschutzdurch ENVIRAL®-Pulverbeschichtung: Innenhof Kerkhoff Klinik Bad Nauheim
Korrosionsschutzdurch ENVIRAL®-Pulverbeschichtung: Innenhof Kerkhoff Klinik Bad Nauheim  
Domäne Berlin-Adlershof: Pulverbeschichtung im Außenbereich
Domäne Berlin-Adlershof: Pulverbeschichtung im Außenbereich  

Zeitschrift:    Stahlbau
Ausgabe:      September 2006

Pulverbeschichtungen werden zunehmend auch bei der Oberflächenveredelung von Stahl eingesetzt. Großteilbeschichtungsanlagen eröffnen der Pulverbeschichtung neue Dimensionen. So können auch die Anforderungen und Erwartungen von Planern, Architekten und Bauherren an die Qualität veredelter Stahloberflächen im Innen- und Außenbereich immer besser erfüllt werden.


Seit Jahren erlebt der Stahlbau eine Renaissance in der Architektur: „leichte“ und transparente Fassaden und Gebäudekomponenten prägen die modernen Wohn- und Bürogebäude. Ermöglicht wird dieser architektonische Trend durch den Einsatz von Stahl, der eine Ausführung schlanker und eleganter Konstruktionen erlaubt. Einzig die Sicherung eines dauerhaften Korrosionsschutzes erweist sich bei der Verarbeitung von Stahl mitunter als Schwachstelle. So wird für den Einsatz von Stahlbauteilen im Außenbereich die Erreichung von Korrosionsschutzklassen bis C5 lang, das entspricht einer Schutzdauer (prognostizierte Standzeit eines Beschichtungssystems bis zur ersten Instandsetzung) von über 15 Jahren, erwartet. Um diese Forderungen zu realisieren wurden bis dato vorwiegend Feuerverzinkungen und/oder Nasslack-Systeme des schweren Korrosionsschutzes eingesetzt. Doch durch die Entwicklung von speziell auf den korrosiven Beanspruchungsfall ausgerichteter Pulverlack-Systeme kann auch durch die Pulverlackbeschichtung, die der Stahlbau in zunehmendem Maße als ökologisch sinnvolle Alternative zur lösemittelhaltigen Naßlackierung für sich entdeckt, ein optimales Korrosionsschutzverhalten gewährleistet werden.
Diesem Trend Rechnung tragend erweiterte die ENVIRAL® Oberflächenveredelung GmbH, seit August 1996 erfolgreich als anerkannter Pulverbeschichter für den Fassaden- und Hochbau am Standort Niemegk/Brandenburg tätig, im September 2004 seine Produktionsanlagen um eine Großteilbeschichtungsanlage und eröffnete damit der Pulverbeschichtung neue Dimensionen: 13m lange Bauteile mit einem Stückgewicht bis zu 3.000kg und Maximalabmessungen von 3,60m Höhe und 2,50m Breite können in der neuen 1.800m² großen Halle automatisch und händisch bearbeitet werden. Die Tageskapazität liegt bei 2.000m² Beschichtungsfläche. Im August 2006 erfolgte eine zusätzliche Erweiterung der bearbeitbaren Bauteilgrößen: schlanke Bauteile bis 17,50m Länge und Abmessungen bis 1m Breite und 2m Höhe und Stückgewichten bis 4.400kg können nun ebenfalls pulverbeschichtet werden.


Vorteile der Pulverbeschichtung auf Stahl

Die Werkstücke aus unbehandeltem Stahl werden in Abhängigkeit von der Bauteilgröße und der Untergrundbeschaffenheit nass-chemisch bzw. mechanisch für die Pulverbeschichtung vorbehandelt. Dabei kommen Entfettung/Eisenphosphatierung bzw. Druck- oder Schleuderradstrahlen zum Einsatz. Die anschließend aufgebrachte Pulverbeschichtung – für den Innenbereich 1-schichtig mit ca. 50 bis 120μm, für den Außenbereich 2-schichtig bis zu 160-180µm ausgeführt – erreicht die Korrosionsschutzklasse C2 bis C5 lang nach DIN EN ISO 12944-2. Die Erzielung der Korrosionsschutzklassen (insbes. C5 lang) kann durch Zertifikate des IKS Institut für Korrosionsschutz nachgewiesen werden. Darüber hinaus bietet die Pulverlackbeschichtung weitere Vorteile:

  • umweltfreundlich, da lösemittelfrei
  • wirtschaftlich, da bis zu 98% Materialausnutzung
  • hochwertig, da keine Läufer-, Nasen- oder Tropfenbildung
  • witterungsunabhängig, da werksseitig verarbeitet
  • belastbar, da sofort nach Beschichtung und thermischer Vernetzung beste mechanische Eigenschaften und höchste Wetterbeständigkeit
  • facettenreich, da mehr als 3.000 Farb- und Struktureffekte verfügbar
  • flexibel, da unterschiedlichste Anforderungen erfüllbar (z.B. Anti-Graffiti Eigenschaften, „Selbstreinigungseffekt“)
  • beständig, da beliebig reproduzierbare Oberflächenqualität


Vorraussetzung für die Erzielung eines passiven Korrosionsschutzes durch den Einsatz einer Pulverbeschichtung ist der vom Planer, Konstrukteur, Metall- bzw. Stahlbauer zu planende bzw. zu realisierende konstruktive Korrosionsschutz durch den Verzicht auf:

  • Aufdopplungen jeder Art (vor allem im Außenbereich)
  • unzugängliche Bereiche, spitze Winkel, scharfe Kanten
  • porige und/oder nicht durchgezogene Schweißnähte (vor allem im Außenbereich)
  • nicht korrosionsschutzgerecht konstruierte Bauteile, z.B. ungünstig angesetzte Versteifungsbleche
  • Austritt von Fetten, Ölen oder Kühlschmiermitteln aus Aufdopplungen, wenn diese vor dem Zusammensetzen der Bauteile nicht entfernt wurden



Korrosionsschutz durch Pulverbeschichtung im Einsatz


Seit der Inbetriebnahme der Großteilbeschichtungsanlage im September 2004 wurden bereits viele interessante Projekte im Bereich „Großteilpulverbeschichtung auf Stahl / Korrosionsschutz durch Pulverbeschichtung“ realisiert (eine Übersicht ausgewählter Referenzobjekte finden Interessenten im Internet unter www.enviral.de).
Bauteile, die im Innenbereich eingebaut werden und die keinerlei Korrosionseinflüssen ausgesetzt sind, werden mit einer Rautiefe Rz = 50-70µm gestrahlt (Bedeckungsgrad Sa = 2,5), anschließend entstaubt und getempert. Über die derart vorbereitete Stahloberfläche wird eine 1-schichtige Pulverbeschichtung mit einer Schichtstärke von durchschnittlich 80µm aufgetragen und im Pulvergelierofen thermisch vernetzt. Für die Beschichtung von Industriebauten, wie z.B. Lagerhallen, wird eine „Industriebeschichtung“ angeboten. Die im Außenbereich eingesetzten Bauteile werden einer analogen Vorbehandlung unterzogen. Zur Erzielung des passiven Korrosionsschutzes wird dann zunächst eine Grundierung (Korrosionsschutzpulverprimer) mit einer Schichtstärke von durchschnittlich 80µm aufgetragen und eingebrannt. Als zweite Schicht wird ein Deckpulverlack mit mindestens 80µm aufgebracht und ebenfalls im Pulvergelierofen thermisch vernetzt.


Fazit

In zunehmendem Maße werden die Möglichkeiten und Vorteile der Pulverbeschichtung auch für den Einsatz im architektonischen Stahlbau. ENVIRAL® stellt sich diesem neuen Trend in der Oberflächenveredelung von Stahl. Erste erfolgreich ausgeführte Projekte bestätigen die hohen Erwartungen und Anforderungen, die sowohl an die Qualität veredelter Stahloberflächen als auch an deren Korrosionsschutz gestellt werden.


Kategorie: Presse
25.09.2006

ENVIRAL ® Oberflächenveredelung GmbH – D-14823 Niemegk, Altdorfer Weg 6 – Telefon +49 (0)33843 642-0 – Telefax +49 (0)33843 642-24 – 0800 368 47 25